— Glossar
Bewerbungsbegriffe, klar erklärt.
Kurze, sachliche Definitionen für die Wörter, die in Lebensläufen, ATS-Berichten, Vorstellungsgesprächen und KI-gestützten Bewerbungen vorkommen. Kein Fachjargon, kein Füllstoff.
Zuletzt aktualisiert 2026-05-26
- ATS (Applicant Tracking System)
- Software, die Personaler nutzen, um Bewerbungen anzunehmen, zu parsen, zu filtern und zu sortieren. Die meisten Unternehmen mit mehr als ~50 Mitarbeitenden setzen eines ein. Verbreitete Systeme: Workday, Greenhouse, Lever, Taleo, iCIMS, SmartRecruiters. Das ATS liest deinen Lebenslauf vor jedem Menschen — wenn Formatierung oder Schlüsselwörter nicht passen, sieht die Personalabteilung die Datei womöglich nie.
- ATS-Score
- Eine Einschätzung, wie gut ein Lebenslauf zu einer bestimmten Stellenanzeige passt — gemessen an den Mustern, die ein ATS zum Filtern verwendet. Typische Kriterien: Keyword-Abdeckung, Lesbarkeit der Formatierung, Berufserfahrung in Jahren, Vollständigkeit der Abschnitte. Über 80 bedeutet meist Filter bestanden; unter 70 erfordert eine Überarbeitung vor dem Abschicken.
- Maßgeschneiderter Lebenslauf
- Ein Lebenslauf, der für die konkrete Stelle und das konkrete Unternehmen umgeschrieben wurde — Erfahrungen umsortiert, Zusammenfassung angepasst, Schlüsselwörter gespiegelt. Das Gegenteil eines generischen Lebenslaufs, der überall verschickt wird. Maßgeschneiderte Lebensläufe erzeugen besonders gegenüber ATS-Filtern deutlich höhere Rückmeldungsraten.
- Basis-Lebenslauf (Base CV)
- Der zentrale Master-Lebenslauf — die einzige Wahrheitsquelle, aus der alle maßgeschneiderten Versionen abgeleitet werden. In CVVia wird er beim Onboarding einmal aus hochgeladenen Dokumenten plus strukturierten Profildaten erstellt und für jede künftige Bewerbung wiederverwendet.
- Anschreiben (Cover Letter)
- Ein kurzes Begleitschreiben (200–500 Wörter), das Motivation, Passung und ein bis zwei konkrete Gründe für die Bewerbung bei diesem Unternehmen erklärt. Im deutschen Bewerbungsprozess ist es nach wie vor Standard und wird in den meisten Fällen erwartet.
- Behavioral Interview (Verhaltensbasiertes Interview)
- Ein Interviewformat, das nach konkreten Beispielen aus der Vergangenheit fragt — meist eingeleitet mit 'Erzählen Sie von einer Situation, in der …'. Verhaltensbasierte Fragen werden anhand der STAR-Methode bewertet (Situation, Task, Action, Result). Fast jeder moderne Auswahlprozess enthält mindestens eine solche Runde.
- Technisches Interview
- Ein Interview, das fachliches Können direkt prüft — Programmieren für Engineers, Design-Kritik für Designer, Fallstudie für Product Manager und Consultants. Oft kombiniert mit einer Aufgabe für zu Hause. Die Qualität der Kommunikation zählt in den meisten Bewertungsrastern genauso viel wie die Korrektheit.
- STAR-Methode
- Eine vierteilige Struktur zum Beantworten verhaltensbasierter Fragen: Situation (Kontext), Task (Aufgabe), Action (was du getan hast), Result (was sich verändert hat). STAR hält Antworten konkret und messbar — verbreitete Interviewer-Raster bewerten die STAR-Vollständigkeit explizit.
- Follow-up-E-Mail
- Eine kurze Nachricht nach einer Bewerbung, einem Gespräch oder einem Angebot — um den nächsten Schritt zu bestätigen, dem Interviewer zu danken oder nach dem Status zu fragen. Acht häufige Typen: Bewerbungsfollow-up, Dankesschreiben nach Interview, Statusnachfrage, Annahme, Nachverhandlung, Absage, Networking, Terminverschiebung.
- Application Pipeline (Kanban)
- Ein visuelles Board, das jede Bewerbung nach Status verfolgt — typisch: Beworben → Interview → Angebot → Abgesagt. Jede Karte steht für eine Stelle; das Verschieben einer Karte aktualisiert den Status und löst Erinnerungen aus. Standardvorgehen, um bei vielen parallelen Bewerbungen den Überblick zu behalten.
- Lebenslauf
- Das deutsche Standarddokument für Bewerbungen, äquivalent zum internationalen CV. In Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet: professionelles Foto, Geburtsdatum, Geburtsort, manchmal Familienstand, und die Unterschrift des Bewerbers. Die Form ist tabellarisch und rückwärts-chronologisch.
- Knowledge Graph (Wissensgraph)
- Eine verbundene Datenstruktur, die den beruflichen Hintergrund einer Person als Entitäten (Jobs, Skills, Projekte, Bildung) und ihre Beziehungen darstellt. CVVia baut sie aus hochgeladenen Dokumenten auf und nutzt sie als Wahrheitsquelle für jeden später generierten Lebenslauf, jedes Anschreiben und jede Interview-Vorbereitung.
- Prompt
- Die Anweisung oder Eingabe an ein großes Sprachmodell (LLM). Beim Anpassen eines Lebenslaufs umfasst der Prompt typischerweise den Basis-CV, die Stellenanzeige und die gewünschten Änderungen — kurze, spezifische Prompts liefern bessere Ergebnisse als lange, vage.
- DSGVO (GDPR)
- Die EU-Datenschutz-Grundverordnung, in Kraft seit 2018. Sie gibt Personen das Recht, ihre persönlichen Daten einzusehen, zu korrigieren, zu exportieren und zu löschen, und verpflichtet Unternehmen, ihre Verarbeitung offenzulegen. CVVia ist DSGVO-konform: in der EU gehostete Daten, vollständiger Export und Löschung in den Einstellungen, kein Modelltraining auf Nutzerinhalten.
- KVKK
- Das türkische Datenschutzgesetz (Kişisel Verilerin Korunması Kanunu, in Kraft seit 2016). Spiegelt die meisten DSGVO-Schutzrechte für türkische Bürger — Recht auf Zugang, Korrektur und Löschung; ausdrückliche Einwilligung zur Verarbeitung. CVVia ist KVKK-konform parallel zur DSGVO.